De|men|tia
Syn.: De|menz; chronische Verwirrtheit


der Verlust erworbener intellektueller Fähigkeiten, v.a. des Gedächtnisses, u. Persönlichkeitsveränderungen als Folge einer hirnorganischen Erkrankung. D. ist in höherem Alter die häufigste Ursache von Pflegebedürftigkeit. Diagn.: anhand klinischer Kriterien; differentialdiagnostisch müssen v.a. internistische, neurologische u. psychiatrische Krankheitsbilder berücksichtigt werden (Tab.). Wichtige Formen: primär kortikal-degenerative Form vom Alzheimer-Typ u. die vaskuläre Demenz. Klinik: Begleitsymptome sind Depressionen, Schlafstörungen, epileptische Anfälle, Sprach- u. Bewegungsstörungen, Harn- u. Stuhlinkontinenz sowie chronische Obstipation. Ther.: Es wird nach einem ganzheitlichen Konzept vorgegangen, dessen Ziele die Aktivierung des Patienten, die Verbesserung seiner kognitiven Leistungsfähigkeit u. die Kompensation seiner gestörten sozialen Integration sind. Die medikamentöse Therapie beschränkt sich auf die symptomatische Behandlung von Begleiterscheinungen der Krankheit. S.a. Gerstmann-Syndrom. (Quelle Roche Medizinlexikon)

Begriffserklärung Demenz